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Den Kern schluckt man nicht · Hakan Tezkan
Den Kern schluckt man nicht ist ein Roman des Moments, des Augenblicks, eine Miniaturensammlung, die in präzisen Beobach
…MehrDen Kern schluckt man nicht ist ein Roman des Moments, des Augenblicks, eine Miniaturensammlung, die in präzisen Beobachtungen von einer defekten Familie erzählt. In einer Sprache, die Tezkan bis auf ihren Grundwortschatz destilliert, formen sich auch die Figuren zu einer Essenz, zur Idee einer Familie: ein sterbender Großvater, Vater, Mutter, Sohn. Ihm folgen wir in klaustrophobische Räume, Kabinen, Badezimmer, Treppenhäuser, und auch, wenn er sich davon schleicht, nachts, während nebenan Stimmen zu hören sind, in den Wald, die Hütte, zu Wolf. Durch all diese Szenen kriecht etwas Unheimliches, das sich nie ganz fassen lässt. Aber in den Sätzen liegen Messer, jederzeit bereit zuzustechen.
Getrieben von der Oberflächenspannung des Textes möchte man die Worte wieder und wieder wenden – um sich der Bedrohung und damit der Familie zu nähern, deren Nähte jeden Augenblick hörbar zu reißen drohen.
Ein Roman, eine Lektüre, die in unsere Welt stets das Schräge, das Unheilvolle hereinbittet. Durch eine eigentliche Handlung reduziert und mit knappen, fast schon messerscharfen Worten entsteht ein faszinierendes Leseerlebnis. Hauke Harder / Leseschatz
„Den Kern schluckt man nicht“ ist ein schmales Werk mit viel Kraft. Ein dunkel leuchtendes Debüt. Martin Oehlen / bücheratlas
Spannung in so konzentrierter Form zu erzeugen ohne je konkret zu werden, ist eine beachtliche Errungenschaft. Nick Lüthi / bookgazete
Ein anspruchsvoller Titel, der viel Platz für Interpretationen liefert und mit ungewöhnlichen stilistischen Mitteln aufwartet. Christian Straub / Bibliothekarische Dienste
Wie einer mit Sprache Räume öffnet. Barbara Hordych/Süddeutsche Zeitung
Additional Information: Eigenschaften:
ISBN: 978-3-946989-08-0
132 Seiten, Klappenbroschür